Laban, London
Gefaltete Landschaft

Im Industriequartier Deptford, südwestlich von London, ist die Tanzschule Laban entstanden. Die Gestaltung des Gartens spiegelt das durch Rampen charakterisierte Innenleben des Gebäudes wider. Entgegen den neutralen und homogenen Raumkonfigurationen der klassischen Moderne wird ein heterogener Aussenraum entwickelt.
Der Weg zum Haupteingang im Westen führt in leichtem Zickzack durch eine Hügellandschaft zum Gebäude. Zur umliegenden flachen Stadtlandschaft steht die bewegte Landschaft in deutlichem Kontrast. Abfallende Rasenflächen, die sich zu geometrischen Hügeln zusammenfügen, formulieren das horizontale und vertikale Erscheinungsbild der Umgebungsgestaltung. Durch Krümmung und Faltung entsteht ein kontinuierlicher Raum mit lokal differierenden Qualitäten. Wie in einer natürlichen Landschaft bilden Hügelketten und Täler lokal äusserst unterschiedliche Orte. Diese lassen sich verschieden nutzen, wie beispielsweise die Rasentreppe als Performanceraum im Sinne eines Amphitheaters. Die Erdmodellierung ermöglichte zudem, dass die bauseits vorhandene, kontaminierte Erde nicht mit hohem finanziellem Aufwand entsorgt werden musste. Der Verzicht auf Baumpflanzungen ist ökologisch begründet: ein seltener Vogt, der Black Redstart, würde sonst von in den Bäumen lauernden Raubvögeln gejagt.


Auftraggeber: Laban, Europe´s leading contemporary dance conservatoire, London
Architektur: Herzog & de Meuron, Basel
Zeitraum: 2000-2003
Leistungsphasen: Alle Leistungsphasen
Fläche: 7'245 m²

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